Thermografie
PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Thermografie - Wie funktioniert sie?

 

Thermografie ist ein berührungsloses Messverfahren.
Entdeckt wurde die Infrarotstrahlung durch den Forscher Friedrich Wilhelm Herschel im 18. Jahrhundert.
Alle festen Oberflächen strahlen Licht bzw. Energie ab, wenn sie erwärmt werden. Je wärmer sie dabei werden, desto heller sind sie. Wenn die Temperatur etwa 500 °C übersteigt, kann man das Leuchten mit eigenen Augen als Glühen sehen. Bei Umgebungstemperatur leuchten alle festen Körper im tiefen Infrarot.
Dieses langwellige, von der Oberfläche ausgehende Infrarotlicht "sieht" jede Thermokamera und setzt sie in ein sichtbares Bild um.

Dabei kommt es auf die Auflösung der Kamera an, wie genau und detailliert sie messen kann.
Einfache Kameras haben eine geometrische Auflösung von 160x120=19.200 Messpunkte, hochwertige Kameras haben 320x240=76.800 Messpunkte. Je höher die Auflösung, umso kleinere Objekte können erfasst werden.


Bei 10m Abstand und einem 20mm Objektiv können mit der 160x120er Auflösung Objekte ab 2,5 x 2,5cm und mit der 320x240er Objekte ab 1,3 x 1,3cm erfasst werden. Dies ist besonders für die Elektrothermografie wichtig, weil mit der hohen Auflösung aus größerer Entfernung ein komplettes Schaltschrankfeld erfasst werden kann.
FieldOfView1Spot bei 1mFieldOfView10Spot bei 10m

Die Ausbildung:

Ich bin zertifiziert nach EN 473 der DGZfP bzw. SNT-TC-1A nach amerikanischer Norm und staatl. gepr. Elektrotechniker.

 

Meine Wärmebildkamera:

Fluke TI 55, 320 x 240 Detektoren, thermischen Empfindlichkeit ≤ 0,05 °C; 50 mK, Messbereich  -20°C – 600°C.


Hinweis: Aufgrund meiner Ausbildung und Geräteausstattung kann ich elektrothermografische Gutachten nach DIN 54191 erstellen.

Die DIN 54191 "Zerstörungsfreie Prüfung - Thermografische Prüfung elektrischer Anlagen", legt die Personalqualifikation, zu prüfende Betriebsmittel, Anforderungen an Prüfgeräte, Mindestanforderungen für IR-Kameras bei der Prüfung von Niederspannungsanlagen mit Nennspannung bis 1kV und von Hochspannungsanlagen mit Nennspannung über 1kV, die Form des Protokolls etc. fest.

Typische Einsatzgebiete der Thermografie


  • Elektrotechnik:

Schaltanlagen, Bedienfelder, Steuerungen, Sicherungen, Transformatoren, Steckdosen, Beleuchtung, Leiter, Freileitungen, Antriebssteuerungen


  • Motoren, Pumpen und mechanische Bauteile:
Elektromotoren und Generatoren, Pumpen, Kompressoren, Verdampfer, Lager, Kupplungen, Getriebe, Dichtungen, Riemen, Rollen, Trennschalter

   

  • Prozesse: 

Tanks und Behälter, Rohrleitungen, Ventile und Abscheider, Reaktoren, Isolierung


  • Heizung/Lüftung/Klima:

Klimaanlagen, Heizungen, Luftaufbereitung, Kühlanlagen


  • Energieverteilung/Versorgungsunternehmen:

Transformatoren, Stromschienen, Isolatoren, Fernleitungen, andere Freileitungen, Anschlüsse, Trennschalter, Kondensatorgruppen


  • Gebäudethermografie:

Wärmebrücken, Wärmeverluste, (Kältebrücken), Qualitätskontrolle beim WDVS

 

  • Elektronik-Entwicklung:

Temperaturverteilung auf Leiterplatten, Hot-Spot-Suche, Wärmenester.

 

  • Spritzguss Werkzeuge:

Temperaturverteilung auf Spritzgussformen

 

  • Photovoltaik Anlagen:

Hotspots, Kurzschlüsse, defekte PV Module

 

 
free pokerfree poker
Bild1Tasse